Erstellt: 26.03.2012

Chuquicamata befindet sich etwa 15 km außerhalb von Calama und ist die größte Kupfermine der Welt. Einst war Chuquicamata eine Kleinstadt, doch wegen der Umweltbelastung der Mine wurden die Bewohner 2004 umgesiedelt und leben heute im eigens für sie errichteten Wohnviertel in Calama. Chuquicamata stammt aus der Sprache der Aymara, den ersten Einwohnern dieser Region. Die reichen Kupfervorkommen wurden erst nach dem Salpeterkrieg (1879-1884) entdeckt, den Chile mit finanzieller Hilfe Großbritanniens gegen Bolivien und Peru führte. Calama und Chuquicamata gehörten vorher zu Bolivien. Die Kupfermine wurde 1912 durch die US-Firma Guggenheim Bros. in Besitz genommen. 1915 begann die Kupferproduktion. 1923 übertrug Guggenheim Bros. die Mine an die Anaconda Copper Mining Company (ebenfalls USA). Mit der Verfassungsreform 1971 wurde die Kupferproduktion durch die Regierung von Salvador Allende verstaatlicht und seitdem gehört die Mine dem chilenischen Staatsunternehmen Codelco (Corporacíon Nacional del Cobre de Chile). Täglich werden aus ca. 180.000 Tonnen Gestein mit einem Kupfergehalt von 1,5 % etwa 2500 Tonnen hochprozentiges Kupfer gewonnen (2007) und auf langen Eisenbahnzügen über Calama in den Hafen nach Antofagasta gebracht. Von Antofagasta aus wird es z.Z. hauptsächlich nach China verschifft. Chile verfügt über 40% des Weltvorkommens an Kupfer und verdankt dem Erz einem Großteil des Nationaleinkommens. Der Tagebau ist etwa 4,3 km lang, 3 km breit und 850 Meter tief. In den nächsten Jahren soll er auf 1,3 km vertieft werden. Die Mine beschäftigt etwa 2000 Arbeiter, die allerdings einem hohen Gehalt an Feinstaub ausgesetzt sind und deshalb oft an Staublungen, Asthma oder Krebs erkranken. Deshalb wurde Chuquicamata umgesiedelt und ist heute eine Geisterstadt.

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