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Starthafen Pietarsaari
Wo ist die "Arctic Sea"?
Letzte Ortung: 30. Juli
Kapverdische Inseln
Biskaya
Angebliche Sichtung: 14. August
Zielhafen Bejaia
Dover
Erwartete Ankunft: 4. August
8-12 Mann entern das Schiff: 24. Juli
Schwedische Küste
Letzter Funkkontakt: 28. Juli
Schiff legt ab: 21. Juli
Portugiesische Küste
Angebliche Sichtung: 31. Juli
Wo ist die "Arctic Sea"?Der seit Wochen verschwundene Holzfrachter "Arctic Sea" ist gesichtet worden. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf zwei voneinander unabhängige Quellen. Die "Arctic Sea" war auf dem Weg von Finnland in den algerischen Hafen Bejaia. Doch dort tauchte der 4000-Tonnen-Frachter niemals auf. Das Schiff wurde am Freitag in den frühen Morgenstunden (MEZ) in der Umgebung der Kapverdischen Inseln geortet. Zudem verdichten sich Gerüchte, der Frachter sei entführt worden. Auch die Reederei des verschwundenen Schiffs hat erstmals von einer Entführung gesprochen. „Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass das Schiff entführt wurde“, sagte der Direktor der finnischen Reederei Solchart, Viktor Matveyev. Nun scheint den Behörden zumindest gelungen, ein Schiff zu lokalisieren, das sie für die „Arctic Sea“ halten. Genauer gesagt, wurde das Schiff etwas nordwestlich der Kapverden-Insel Sao Antao geortet. Den vorerst letzten Funkkontakt zu dem unter maltesischer Flagge fahrenden Schiff gab es am 28. Juli bei seiner Einfahrt in den Ärmelkanal. Die letzte Bewegung wurde am 30. Juli vor der französischen Küste aufgezeichnet, auch vor Portugal wurde es noch ausgemacht. Der befreite deutsche Frachter sicher im Hafen Die "Arctic Sea" war auf dem Weg von Finnland in den algerischen Hafen Bejaia. Dort wurde der 4000-Tonnen-Frachter am 4. August erwartet. Doch er kam nie an. Seit Tagen ist die Aufregung groß. Bislang war unklar, wo der Frachter abgeblieben ist. Der russische Präsident Dmitri Medwedew ordnete an, dass mit allen Mitteln nach dem Schiff gesucht werden soll. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurde auch ein Satellit eingesetzt. Die finnische Polizei erklärte, sie unterstütze die Ermittlungen. Frankreich erklärte, man stehe in Kontakt mit allen betroffenen Behörden. Auch das britische Außenministerium bot Unterstützung an. Experten vermuteten, dass der Frachter möglicherweise eine geheime Ladung an Bord hatte. Denkbar sei auch, dass ein Handelsstreit mit dem Verschwinden zu tun habe. Selbst ein Piratenüberfall wurde nicht ausgeschlossen – bislang hat es allerdings noch keinen derartigen Angriff in europäischen Gewässern gegeben.
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