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Scapa Flow
Färöer Inseln
"MTS Weissenburg"
Trondheim
18. - 20. Mai 1941
Deutscher-Historischer-Jahrweiser.de
500 km
27. Mai - 01. Juni 1941
Reykjavik
Dublin
Unternehmen "Rheinübung" vom 18. Mai bis 01. Juni 1941
Dänemarkstraße
21. - 22. Mai 1941
Lough Erne
Oslo
Packeis
23. - 24. Mai 1941
Glasgow
Stockholm
25. - 26. Mai 1941
Berlin
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Force H
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Brest
Saint-Nazaire
60°
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60°
Belgrad
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Nördlicher Polarkreis
Nördlicher Polarkreis
270 sm

Unternehmen "Rheinübung" vom 18. Mai bis 01. Juni 1941 (Karte 0)

Unternehmen "Rheinübung"
Das Unternehmen "Rheinübung" wurde am 18. Mai 1941 mit dem deutschen Schlachtschiff "Bismarck" und dem deutschen schweren Kreuzer "Prinz Eugen" begonnen, um die kriegstaktische materielle Zufuhr nach England zu unterbinden. Schlußendlich sind die deutschen Schiffe nicht mehr dazu gekommen, ihre Aufgabe auch nur ansatzweise zu erfüllen. Von Beginn an wurden sie von den zahlenmäßig überlegenen britischen Schiffen förmlich gejagt, was für die "Bismarck" am 27. Mai das Ende bedeutete. Die "Prinz Eugen" lief am 01. Juni 1941 in Brest ein, womit das Unternehmen "Rheinübung" beendet war.

Da große schwarze Quadrat weist hin auf die: Karte 1 - Unternehmen Rheinübung vom 18. bis 21. Mai 1941.

Die kleinen Kreuze weisen ebenfalls auf weitere Karten hin.

Näheres zum Unternehmen Rheinübung:
http://www.deutscher-historischer-jahrweiser.de
http://www.deutscher-historischer-jahrweiser.de/operationen/unternehmen rheinuebung.htm

Scapa Flow

Gelbe Linie:
22. Mai 1941, Donnerstag, 00.00 Uhr:
Die britische Kampfgruppe unter dem Kommando des Vizeadmirals Holland lief von Scapa Flow in Richtung des Seegebietes südlich Island aus. Zu dieser Kampfgruppe gehörten der Schlachtkreuzer "Hood", das Schlachtschiff "Prince of Wales" sowie 6 Zerstörer.

Grüne Linie:
22. Mai 1941, Donnerstag, 23.07 Uhr:
Die britische Luftaufklärung hatte festgestellt, daß der deutsche Kampfverband aus den Korsfjord/Grimstadfjord ausgelaufen war und das die Bombardierung Nichts gebracht hatte. Daraufhin stach die britische Home-Fleet unter dem Befehl des Admirals Tovey in See, um die deutschen Schiffe zu finden. Zur Home-Fleet gehörten das Schlachtschiff "King George V.", der Flugzeugträger "Victorious", 7 Zerstörer und das 2. Kreuzergeschwader. Der Schlachtkreuzer "Repulse" sollte westlich von Schottland dazustoßen.

22. Mai 1941, Donnerstag, 12.00 Uhr:
Der deutsche Kampfverband, der sich auf der Position 65° 53' Nord, 3° 38' Ost befand, drehte nach Westen zur Dänemarkstraße ab.

22. Mai 1941, Donnerstag, 12.37 Uhr:
U-Boot-Alarm! Trotz schlechten Wetters hatte die "Bismarck" ein Periskop in der See gesichtet. Der Kampfverband, der um 12:00 Uhr nach Westen abgedreht war, um zur Dänemarkstraße zu fahren, begann für eine halbe Stunde lang einen zickzackförmigen Kurs zu steuern, um eventuelle Verfolger abzuschütteln.

"MTS Weissenburg"

22. Mai 1941:
Am 17. Mai 1941 war der deutsche Versorgungstanker "MTS Weissenburg" (MTS = Marinetroßschiff) ausgelaufen. Spätestens am 22. Mai 1941 sollte er die Position 70° Nord, 01° West eingenommen haben, damit die "Bismarck" und die "Prinz Eugen" eventuell beölt werden konnten. Die "MTS Weissenburg" hatte 7.000 t Heizöl und 300 m³ Gasöl sowie Versorgung für vier Wochen an Bord.

Blaue gestrichelte Linie:
21. Mai 1941, Mittwoch, 11.00 Uhr:
Zwei britische Aufklärungsflugzeuge (Spitfire) wurden von Nord-Schottland entsandt, um in den Fjorden bei Bergen/Norwegen nach den deutschen Schiffen zu suchen.

Rosa gestrichelte Linie:
22. Mai 1941, Donnerstag, 00.30 Uhr:
Britische Bomberflugzeuge starteten von Nord-Schottland aus in Richtung Bergen/Norwegen, um den Grimstadfjord und die Kalvanes-Bucht zu bombardieren, wo die deutschen Kriegsschiffe ankerten.

26. Mai 1941, Montag, 10.10 Uhr:
Zwei Catalina-Flugboote, die um 03.00 Uhr von ihrer Basis bei Lough Erne in Nordirland abgeflogen waren, um nach der ”Bismarck“ zu suchen, entdeckten sie. Sofort griffen sie die ”Bismarck“ an und warfen 4 ihrer Wasserbomben, die aber keinen Schaden anrichten konnten. Die ”Bismarck“ wehrte sich mit wütendem Flakfeuer, konnte aber auch keinen Treffer erzielen.

26. Mai 1941, Montag, 10.30 Uhr:
Zwei Catalina-Flugboote meldeten die Position der ”Bismarck“ - 49° 20' Nord, 21° 50' West. Sofort wurden sämtliche Einheiten auf sie angesetzt - darunter die ”Force H“ (Vizeadmiral James Fownes Somerville).

24. Mai 1941, Sonnabend, 05.53 Uhr bis 06.10 Uhr:
Seegefecht der "Bismarck" und der "Prinz Eugen" gegen die "Hood" und die "Prince of Wales".
Die "Hood" sank an der Position 63° 20' Nord, 31° 50 ' West.
Die "Prince of Wales" wurde schwer getroffen (u. a. ein Brückentreffer) und floh Richtung Süden.
Die "Norfolk" hatte nur unwesentlich in den Kampf mit eingegriffen und hielt anschließend Fühlung am deutschen Kampfverband, wie die "Suffolk", die in den Kampf nicht verwickelt war.
Siehe Karte: Das Seegefecht in der Dänemarkstraße am 24. Mai 1941 (Karte 3).

Deutscher-Historischer-Jahrweiser.de

25. Mai 1941, Sonntag, 12.00 Uhr:
Die "Prinz Eugen" befand sich auf der Position 51° 15' Nord, 35° 22' West.

24. Mai 1941, Sonnabend, 22.00 Uhr:
Die "Suffolk", die "Norfolk" und die "Prince of Wales" hielten weiterhin Fühlung zur "Bismarck".

24. Mai 1941, Sonnabend, 14.48 Uhr:
Der deutsche Kampfverband befand sich auf der Position 60° 20' Nord, 36° 20' West.

24. Mai 1941, Sonnabend, 22.00 Uhr:
Die "Bismarck" befand sich auf der Position 57° 9' Nord, 36° 44' West.

24. Mai 1941, Sonnabend, 23.00 Uhr bis 23.40 Uhr:
Die drei Staffeln (insgesamt 27) Fairey-Swordfish-Torpedoflugzeuge griffen die "Bismarck" an, die sich mit allen Mitteln wehrte. Nachdem es der "Bismarck" gelungen war, sechs Torpedos auszuweichen, schlug ein Torpedo auf der Steuerbordseite mittschiffs ein. der Schaden war gering, kostete jedoch einem Besatzungsmitglied das Leben (Oberbootsmann Kurt Kirchberg), fünf weitere wurden verletzt. Insgesamt sollen 18 Torpedos im Wasser gewesen sein; nur dem Glück und dem unkonventionellen Handeln des Gefechtsrudergängers Hans Hansen ist es zu verdanken, daß nur ein Torpedo sein Ziel erreicht hatte.
Siehe Karte: Der Angriff der Torpedoflugzeuge der "Victorious" am 24. Mai 1941 (Karte 5).

25. Mai 1941, Sonntag, 03.06 Uhr:
Die britischen Schiffe begannen im Zickzackkurs zu fahren, da sie die Befürchtung hatten, von deutschen U-Booten angegriffen zu werden. Admiral Günther Lütjens erkannte, daß sich die britischen Schiffe, infolge ihrer Manöver, kurzzeitig aus ihrer eigenen Radarreichweite fuhren. Da zudem die Sicht sehr schlecht war, schien eine Flucht möglich; er Befahl der ”Bismarck“ die Geschwindigkeit zu erhöhen und eine unverzügliche Kursänderung nach Steuerbord in Richtung Westen. Die ”Bismarck“ solle ein Kreis fahren und dann ihren ursprünglichen Kurs nach Südosten in Richtung St. Nazaire wieder aufnehmen, in der Hoffnung, daß die britischen Schiffe die Fühlung zur ”Bismarck“ verlieren würden.
Siehe Karte: Die Flucht der "Bismarck" am 25. Mai 1941 (Karte 6).

25. Mai 1941, Sonntag, 10.47 Uhr:
Die Home Fleet, unter Admiral John Cronyn Tovey mit der "King George V." und der "Repulse", hatten ihren südwestlichen Kurs beibehalten.
In der Zwischenzeit wurde durch Funkpeilung die ”Bismarck“ wahrscheinlich wiedergefunden. Admiral John Cronyn Tovey funkte sofort den vermeintlichen Standort des deutschen Schlachtschiffes an seine Streitkräfte. Da diese Position aber so weit im Norden lag und man daher vermutete, daß die ”Bismarck“ einen Durchbruch zur Heimat versuchte, Befahl Admiral John Cronyn Tovey seine Streitkräfte nach Norden und Nordost zu drehen.

28. Mai 1941, Mittwoch, 12.00 Uhr:
Die "Prinz Eugen" befand sich auf der Position 42° 5' Nord, 39° 3' West.

27. Mai 1941, Dienstag, 08.00 Uhr:
Alarm auf der ”Bismarck“, die von zwei britischen Schlachtschiffen, der ”King George V.“ - Flaggschiff von C in C (Commander in Chief) Admiral John Cronyn Tovey - und der ”Rodney“ plus zwei Kreuzern, der ”Dorsetshire“ (Kapitän Benjamin Charles Stanley Martin) und ”Norfolk“ umgeben war. Wetter: Nordwestwind (320 Grad) 6-7. Meer: 4-5. Sichtweite 10 Seemeilen.

27. Mai 1941, Dienstag, 08.15 Uhr:
Die ”Bismarck“ wurde durch die ”Norfolk“ gesichtet.

Unternehmen "Rheinübung" vom 18. Mai bis 01. Juni 1941

22. Mai 1941, Donnerstag, 01.30 Uhr bis 03.00 Uhr:
Die Ankerplätze des deutschen Kampfverbands bei Bergen wurden von britischen Flugzeugen schwer bombardiert. Da das Wetter schlecht und die Sicht gleich Null war, konnten die Ergebnisse des Angriffes nicht gesichtet werden.

24. Mai 1941, Sonnabend, 15.00 Uhr:
Die "Suffolk", die "Norfolk" und die schwer angeschlagene "Prince of Wales" hielten weiterhin Fühlung zum deutschen Kampfverband.

24. Mai 1941, Sonnabend, 18.14 Uhr:
Der deutsche Kampfverband befand sich in einer Nebelbank. Die "Bismarck" signalisierte per Winkspruch (Flaggen-Signal-System) der "Prinz Eugen": " An 'Prinz Eugen'. 'Hood'."
Danach machte die "Bismarck" plötzlich eine 180° Wende und jagte mit 27 Knoten auf ihre Verfolger zu, um sie in ein Gefecht zu verwickeln. Die "Prinz Eugen" setzte derweile ihre Fahrt auf südlichen Kurs fort, und war bald außer Radarreichweite der Briten.
Siehe Karte: Die Entlassung der "Prinz Eugen" am 24. Mai 1941 (Karte 4).

24. Mai 1941, Sonnabend, 13.00 Uhr:
Das zur Sicherung des Truppentransporters "Britannic" eingesetzte Schlachtschiff "Rodney", auf dem Wege von Irland nach Boston, wurde mit den drei Zerstörern "Mashona", "Somali" und "Tartar" zur Jagd auf die "Bismarck" beordert.

31. Mai 1941, Sonnabend, 12.00 Uhr:
Die "Prinz Eugen" befand sich auf der Position 43° 46' Nord, 15° 40' West.

25. Mai 1941, Sonntag, 18.10 Uhr:
Da der Kurs der ”Bismarck“ von den Briten in Richtung Biskaya berechnet wurde, ließ Admiral John Cronyn Tovey alle Schiffe, die nach Norden und Nordost gefahren waren, drehen und Kurs Richtung Südost laufen, der ”Bismarck“ praktisch hinterher. Die einzige Chance, das deutsche Schlachtschiff noch abzufangen, besaß die ”Force H“ mit ihrem Flugzeugträger ”Ark Royal“.

Lough Erne

26. Mai 1941, Montag, 03.00 Uhr:
Zwei Catalina-Flugboote flogen von ihrer Basis bei Lough Erne in Nordirland ab, um eine Langstreckensuche nach der ”Bismarck“ auszuführen.

26. Mai 1941, Montag, 20.55 Uhr bis 21.25 Uhr:
Die fünfzehn Fairey-Swordfish-Torpedoflugzeuge, die um 19.50 Uhr die ”Ark Royal“ verlassen hatten, griffen die ”Bismarck“ an. Die ”Bismarck“ eröffnete sofort das Flakfeuer und das Feuer der MA und SA (mittlere und schwere Artillerie). Die ”Bismarck“ wurde, trotz vorbildlichen Ausmanövrierens, zweimal durch Torpedos getroffen. Ein Treffer auf der Backbordseite mitschiffs in Höhe der Abteilung VIII verursachte keine großen Schäden, der zweite Treffer Steuerbord in Höhe der Abteilung II aber zerstörte beide Ruderanlagen (klemmten bei Lage Backbord 15°) und machte die ”Bismarck“ manövrierunfähig (sie konnte eigentlich nur noch im Kreis laufen).
Position: 47° 40' Nord, 14° 50' West.
Siehe Karte: Der Torpedotreffer in der Ruderanlage der "Bismarck" am 26. Mai 1941 (Karte 7).

22. Mai 1941. Donnerstag, 04.20 Uhr:
Der deutsche Kampfverband entließ in Höhe Trondheim die drei Zerstörer "Z 10 Hans Lody", "Z 16 Friedrich Eckoldt" und "Z 23". Während die Zerstörer Trondheim anliefen, fuhren die "Bismarck" (an der Spitze des Verbandes) und die "Prinz Eugen" weiter Richtung Norden.

26. Mai 1941, Montag, 12.00 Uhr:
Die Force H (”Ark Royal“ und ”Renown“) drehte auf Steuerbord nach Osten, um parallel zum Kurs der ”Bismarck“ zu fahren.

24. Mai 1941, Sonnabend, 15.00 Uhr:
Die britische Home Fleet des C in C (Commander in Chief) Admiral John Cronyn Tovey gab dem Flugzeugträger "Victorious" den Befehl, direkt zum deutschen Kampfverband zu laufen und die "Bismarck" - und nur die "Bismarck" - mit ihren Fairey-Swordfish-Torpedoflugzeugen anzugreifen. Derweile würden die restlichen Schiffe der Home Fleet auf ihrem Kurs bleiben. Die "Victorious" scherte also von ihrem Verband aus, gesichert von den vier leichten Kreuzern "Aurora", "Galatea", "Hermione" und "Kenya".

24. Mai 1941, Sonnabend, 18.30 Uhr:
Da die "Bismarck" plötzlich gewendet hatte und angriff, brachen die "Suffolk", die "Norfolk" und die "Prince of Wales" ihre Verfolgung ab und zerstreuten sich, um nicht in einen Kampf verwickelt zu werden. Infolge dessen verloren sie jedoch die Fühlung zur "Prinz Eugen".

25. Mai 1941, Sonntag, 03.06 Uhr:
Die britischen Schiffe begannen im Zickzackkurs zu fahren, da sie die Befürchtung hatten, von deutschen U-Booten angegriffen zu werden.

29. Mai 1941, Donnerstag, 12.00 Uhr:
Die "Prinz Eugen" befand sich auf der Position 38° 58' Nord, 38° 35' West (liegt außerhalb dieser Karte).

30. Mai 1941, Freitag, 12.00 Uhr:
Die "Prinz Eugen" befand sich auf der Position 43° 0' Nord, 32° 30' West.

21. Mai 1941, Mittwoch, 13.15 Uhr:
Ein britisches Aufklärungsflugzeug (Spitfire) überflog, auf der Suche nach den deutschen Kriegssschiffen, die Fjorde bei Bergen und fotografierte mögliche Ankerplätze. Dabei wurde die "Bismarck", im Gramstadfjord vor Anker liegend, entdeckt.

23. Mai 1941, Freitag, 07.00 Uhr:
Die "Repulse", aus dem Firth of Clyde kommend, vereinigte sich mit der Home-Fleet (Schlachtschiff "King George V.", Flugzeugträger "Victorious", 7 Zerstörer und das 2. Kreuzergeschwader) von Admiral John Cronyn Tovey.

25. Mai 1941, Sonntag, 08.00 Uhr:
Die "Victorious" erhielt den Befehl, Flugzeuge in Richtung Süd und Südwest auszusenden, um die "Bismarck" wiederzufinden.

25. Mai 1941, Sonntag, 08.00 Uhr:
Die "Rodney" und die drei Zerstörer "Mashona", "Somali" und "Tartar" blieben südöstlich des letzten Satandortes der "Bismarck", sollte diese nach Frankreich laufen.

25. Mai 1941, Sonntag, 10.47 Uhr:
Die britischen Schiffe ”Suffolk“, ”Norfolk“ und ”Prince of Wales“ hatten um 03.06 Uhr den Kontakt zur ”Bismarck“ verloren. Sie versuchten vergebens die ”Bismarck“ wiederzufinden. Während die ”Suffolk“ nach Südwesten gelaufen war, hatten die ”Norfolk“ und die ”Prince of Wales“ in südlicher Richtung gesucht.
Die ”Norfolk“ marschierte nun nach Osten ab, weil Vizeadmiral Williams Frederic Wake-Walker die ”Bismarck“ weiter südlich vermutete.

24. Mai 1941, Sonnabend, 22.00 Uhr:
Der Flugzeugträger "Victorious" befand sich auf der Position 58° 19' Nord, 33° 17' West.

24. Mai 1941, Sonnabend, 22.10 Uhr:
Vom Flugzeugträger "Victorious" starteten drei Flugzeugstaffeln (insgesamt 27) Fairey-Swordfish-Torpedoflugzeuge mit dem Ziel "Bismarck".

24. Mai 1941, Sonnabend, 23.00 Uhr bis 23.40 Uhr:
Die drei Staffeln (insgesamt 27) Fairey-Swordfish-Torpedoflugzeuge griffen die "Bismarck" an, die sich mit allen Mitteln wehrte. Nachdem es der "Bismarck" gelungen war, sechs Torpedos auszuweichen, schlug ein Torpedo auf der Steuerbordseite mittschiffs ein. der Schaden war gering, kostete jedoch einem Besatzungsmitglied das Leben (Oberbootsmann Kurt Kirchberg), fünf weitere wurden verletzt. Insgesamt sollen 18 Torpedos im Wasser gewesen sein; nur dem Glück und dem unkonventionellen Handeln des Gefechtsrudergängers Hans Hansen ist es zu verdanken, daß nur ein Torpedo sein Ziel erreicht hatte.

23. Mai 1941, Freitag, 12.00 Uhr:
Der deutsche Kampfverband befand sich kurz vor dem nördlichen Eingang der Dänemarkstraße auf Position 67° 28' Nord, 19° 28' West.

Gotenhafen

18. Mai 1941, Sonntag, 21.18 Uhr:
Das deutsche Unternehmen "Rheinübung" begann mit dem Auslaufen des schweren Kreuzers "Prinz Eugen" aus Gotenhafen Richtung Westen, mit dem Ziel Atlantik, um die kriegstaktische materielle Zufuhr nach England zu unterbinden.

19. Mai 1941, Montag, 02.00 Uhr:
Das Schlachtschiff "Bismarck" verließ ebenfalls die Reede von Gotenhafen Richtung Westen.

24. Mai 1941, Sonnabend, 22.00 Uhr:
Die "Prinz Eugen" befand sich mittlerweile außerhalb der Radarreichweite der Briten und konnte somit selbständig den Zufuhrkrieg fortsetzen.

23. Mai 1941, Freitag, 19.22 Uhr:
Der deutsche Kampfverband und die "Suffolk" sichteten sich gegenseitig. Die "Suffolk" entzog sich einem Kampf und verbarg sich hinter einer Nebelwand, wonach sie unverzüglich am deutschen Verband Fühlung hielt und die Koordinaten an die Admiralität weiterleitete.

23. Mai 1941, Freitag, 19.22 Uhr:
Die britische Kampfgruppe unter dem Kommando des Vizeadmirals Holland (Schlachtkreuzer "Hood", Schlachtschiff "Prince of Wales" sowie 6 Zerstörer) erhielt den Auftrag, zum südlichen Ausgang der Dänemarkstraße zu fahren, um dort den deutschen Kampfverband abzufangen.

23. Mai 1941, Freitag, 20.31 Uhr:
Der deutsche Kampfverband hatte die "Norfolk" gesichtet und eröffnete sofort das Feuer. Die "Norfolk" entzog sich aber einem Kampf und verschwand hinter einer künstlichen Nebelwand. Als die Gefahr vorüber war, hielt die "Norfolk" - wie die "Suffolk" - Fühlung am deutschen Kampfverband.

23. Mai 1941, Freitag, 07.00 Uhr:
Die "Arethusa", die "Manchester" und die "Birmingham" überwachen, mit 5 Trawlern und einigen Flugbooten, die Island-Färöer-Passage.

23. Mai 1941, Freitag, 19.22 Uhr:
Die Home-Fleet (Schlachtschiff "King George V.", Flugzeugträger "Victorious", 7 Zerstörer und das 2. Kreuzergeschwader und die "Repulse") erhielt die Nachricht von der Sichtung des deutschen Kampfverbandes.

24. Mai 1941, Sonnabend, 02.28 Uhr:
Alarm auf der "Bismarck". Ein schwerer Kreuzer kam von achtern auf - die "Norfolk".

Brest

01. Juni 1941, Sonntag, 19.30 Uhr:
Die ”Prinz Eugen“ erreichte den Hafen von Brest, lief ein und dockte ein. Damit war das Unternehmen ”Rheinübung“ offiziell beendet.

24. Mai 1941, Sonnabend, 02.10 Uhr:
Die britische Kampfgruppe unter dem Kommando des Vizeadmirals Holland (Schlachtkreuzer "Hood", Schlachtschiff "Prince of Wales" sowie 6 Zerstörer) hatte den Kurs geändert und lief nun parallel zum deutschen Kampfverband.

60°\n

60° Breitengrad.

Bergen

21. Mai 1941, Mittwoch, 09.00 Uhr:
Der deutsche Kampfverband (das Schlachtschiff "Bismarck", der schwere Kreuzer "Prinz Eugen" und die drei Zerstörer "Z 10 Hans Lody", "Z 16 Friedrich Eckoldt" und "Z 23") lief in den Korsfjord bei Bergen ein, um aufzutanken und für die Weiterfahrt auf die Dunkelheit zu warten.

21. Mai 1941, Mittwoch, 13.15 Uhr:
Der deutsche Kampfverband wurde während einer Öleinlagerung der "Prinz Eugen" durch ein britisches Aufklärungsflugzeug (Spitfire) des Coastel Command (Küstenwache) in einer Höhe von 8.000 m überflogen und fotografiert - die "Bismarck" war entdeckt worden.

21. Mai 1941, Mittwoch, 22.17 Uhr:
Der deutsche Kampfverband lief unbemerkt aus dem Hjeltefjord bei Bergen in nördlicher Richtung aus. Das Wetter hatte sich verschlechtert.

22. Mai 1941, Donnerstag, 01.30 Uhr bis 03.00 Uhr:
Die Ankerplätze des deutschen Kampfverbandes bei Bergen wurden von britischen Flugzeugen schwer bombardiert. Da das Wetter schlecht und die Sicht gleich Null war, konnten die Ergebnisse des Angriffes nicht gesichtet werden.

60°\n

60° Breitengrad.

27. Mai 1941, Dienstag, 10.40 Uhr:
Infolge der Selbstversenkung (das Öffnen der Flutventile und die Sprengung des Kühlwassereintrittes) krängte (Neigung des Schiffes) die ”Bismarck“ nach Backbord, und zwar so schwer, das die sekundären Geschütze an Backbord fast unter Wasser getaucht wurden. Dann kenterte und sank die ”Bismarck“ – nach fast 2stündigem vergeblichen Kampf - mit wehender Flagge auf der Position 48° 10’ Nord, 16° 12’ West.
Siehe Karte: Die Selbstversenkung der "Bismarck" am 27. Mai 1941 (Karte 8).

Nördlicher\nPolarkreis

Nördlicher Polarkreis.

Nördlicher\nPolarkreis

Nördlicher Polarkreis.

30. Mai 1941, Freitag, 12.00 Uhr:
Die ”Prinz Eugen“ befand sich auf der Position: 43° 00' Nord, 32° 30' West.

25. Mai 1941, Sonntag, 10.47 Uhr:
Durch Funkpeilung wurde die ”Bismarck“ wahrscheinlich wiedergefunden.
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Unternehmen "Rheinübung" vom 18. Mai bis 01. Juni 1941 (Karte 0)

von DHJ erstellt am 04.06.2011 08:37
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Unternehmen "Rheinübung"
Das Unternehmen "Rheinübung" wurde am 18. Mai 1941 mit dem deutschen Schlachtschiff "Bismarck" und dem deutschen schweren Kreuzer "Prinz Eugen" begonnen, um die kriegstaktische materielle Zufuhr nach England zu unterbinden. Schlußendlich sind die deutschen Schiffe nicht mehr dazu gekommen, ihre Aufgabe auch nur ansatzweise zu erfüllen. ...   Kartenbeschreibung lesen

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