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alert('Werter StepMap-Nutzer,\n\ndas Abspeichern von Karten als EPS-Datei ist eine kostenpflichtige Premiumfunktion für gewerbliche Nutzer und kann daher nur auf Anfrage aktiviert werden. Bitte wende Dich dazu per E-Mail an info@stepmap.de mitsamt StepMap-Benutzernamen oder telefonisch an 030 - 609 825 532 von Montags bis Freitags von 9-18 Uhr.\n\nDanke\nDein StepMap-Team');
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alert('Werter StepMap-Nutzer,\n\ndas Abspeichern von Karten als hochauflösende PNG- oder JPG-Grafikdatei ist eine kostenpflichtige Premiumfunktion für gewerbliche Nutzer und kann daher nur auf Anfrage aktiviert werden. Bitte wende Dich dazu per E-Mail an info@stepmap.de mitsamt StepMap-Benutzernamen oder telefonisch an 030 - 609 825 532 von Montags bis Freitags von 9-18 Uhr.\n\nDanke\nDein StepMap-Team');
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Piratenangriffe und versuchte Angriffe seit dem 20. Dezember 2010
In the early hours of 27 December, the MV EMS RIVER was pirated approximately 175 nautical miles North East of the port of Salalah, Oman.
The 5,200 tonne general cargo ship, which is Antigua/Barbuda flagged and German owned, was on her way to San Nicolas, Greece from Jebel Ali in the UAE at the time of the attack. She has a crew of 8 (1 Russian, 7 Philipinos) and is carrying a cargo of Petroleum Coke. The pirated vessel MT MOTIVATOR was in the vicinity of EMS RIVER throughout the attack which further enforces the current pirate modus operandi of the use of motherships. There are now 26 vessels and 609 hostages being held by pirates off the coast of Somalia.
EUNAVFOR update 30 december: corrected nationality of crew member, from 1 Romanian to 1 Russian.
03.01.2011: Die Papenburger Reederei Grona Shipping hat nach eigenen Angaben einen ersten Kontakt zu dem Tanker und seinen Entführern hergestellt. Der achtköpfigen Besatzung gehe es den Umständen entsprechend gut, hieß es. „Wir setzen alles dafür ein, um die Seeleute sicher und gesund freizubekommen", sagte ein Reedereisprecher. Zum genauen Stand der Verhandlungen wollte er aus Sicherheitsgründen keine Angaben machen. Das Hauptanliegen sei das Wohlergehen der Crew. Der Neubau war auf der Überführungsreise von seiner Bauwerft in Bangladesch via Jebel Ali nach Griechenland, als er am Osteingang des Golfs von Aden gekapert worden war.
03.01.2011
Hamburger Tanker CPO CHINA entgeht nur knapp einer Entführung
Den Piraten gelang es an Bord zu kommen, jedoch konnten sie weder die Kontrolle über das Schiff übernehmen, noch die Crew auffinden, die sich versteckt hielt.
Der Hamburger Tanker "CPO China" ist am Montag nur knapp einer Entführung durch Piraten entgangen. Die Seeräuber griffen das Schiff unter Einsatz einer Panzerfaust rund 230 Seemeilen vor der omanischen Küste an, wie ein Sprecher der Reederei Offentankers am Dienstag in Hamburg auf dapd-Anfrage sagte. Ihnen gelang es, an Bord zu kommen. Sie konnten jedoch weder die Kontrolle über das Schiff übernehmen noch die Besatzung auffinden, die sich in einem gesicherten Raum unter Deck versteckt hielt. Als etwa elf Stunden nach dem Beginn des Angriffes die durch einen Notruf alarmierte australischen Fregatte HMAS "Melbourne" an der "CPO China" andockte, hatten die Piraten das Schiff schon wieder verlassen. Verletzt wurde niemand.
Die rund 183 Meter lange "CPO China" befand sich mit einer Ladung Pflanzenöl auf dem Weg von Singapur nach Salalah im Oman. Sie wurde von einer 20-köpfigen Crew meist osteuropäischer und philippinischer Seeleute manövriert. Deutsche waren nicht an Bord. Auf der Brücke des Schiffes entstand erheblicher Sachschaden. Die Piraten zerstörten unter anderem die Navigations- und Kommunikationsanlagen des Schiffes.
Quelle: Focus
---> Die Fregatte MELBOURNE hat sicherlich alles andere gemacht, aber ganz sicher nicht an die CPO CHINA "angedockt".
Einerseits würde man unnötigerweise die Gefahr in Kauf nehmen, die beiden Schiffe in See zu beschädigen und andererseits wäre eine solche Annäherung an ein vermeindlich entführtes Schiff rein aus Sicherheitsgründen barer Unsinn, da man nicht weiß, ob noch Piraten an Bord sind. Aus diesem Grund gibt es auch eigens dafür ausgebildete Boardingteams.
13.01.2011: 0914 UTC: Posn: 13:50.0N – 056:45.0E: around 150 nm NE of Socotra island, (Off Somalia).
Four pirates armed with guns and RPG in a skiff chased and fired upon a tanker underway. The tanker took evasive manoeuvres and enforced preventive anti piracy measures and evaded the boarded.
Djibouti
Djibouti.
Abstützpunkt der Deutschen Marine und Hauptquartier des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin".
Das MFG 3 unterstützt die EU Mission Atalanta mit Aufklärungsflügen ihrer P 3C- Orion.
In the early hours of 25 December, the MV THOR NEXUS was pirated approximately 450 nautical miles North East of the island of Socotra in the Indian Ocean.
The 20,377 tonne general cargo ship, which is Thai flagged and owned, was on her way to Bangladesh from Jebel Ali in the UAE at the time of the attack. No details of the attack are known at this stage but it is known that the 27 crew on board are all from Thailand.
EU NAVFOR- Flotte
Aktuelle EU NAVFOR- Flotte:
FS ACONIT FGS HAMBURG SPS CANARIAS SPS PATINO SPS GALICIA ITS ZEFFIRO BNS LOUISE- MARIE
15.01.2011: 1800 UTC: Posn: 12:41.7N - 044:48.1E, around 3 nm SW of little Aden island, Yemen, (Gulf of Aden).
Two pirates in a skiff approached a product tanker underway. They came alongside and one of the pirates managed to secure the ladder to the ship rail. Security guards onboard fired warning shots towards the pirates resulting in the pirates aborting the attack.
18.01.2011: 1130 UTC: Posn: 19:24.8N – 058:54.2E, around 60nm east of Oman (Off Somalia).
Pirates in three skiffs chased and fired upon a bulk carrier underway and attempted to board the vessel. Effective anti piracy measures resulted in the vessel evading hijack.
In the afternoon of 1 January, the MV BLIDA was pirated approximately 150 nautical miles South East of the port of Salalah, Oman.
The 20,586 tonne Bulk Carrier is Algerian flagged and owned. The vessel was on her way to Dar es Salaam, Tanzania from Salalah in Oman at the time of the attack. No further details of the attack are known at this stage. MV Blida has a crew of 27 (Algerian, Ukrainian and Philippino) and is carrying a cargo of Clinker. MV BLIDA was registered with MSC(HOA) but had not reported to UKMTO.
MV EAGLE
In the early hours of Monday 17 January, the bulk carrier MV EAGLE was attacked and pirated by a single skiff, with pirates firing small arms and a Rocket Propelled Grenade before boarding the vessel.
The attack occurred in the Gulf of Aden, 490 nautical miles South of Salalah, Oman. There has been no contact with the ship since the attack.
The MV EAGLE which is Cypriot flagged and Greek owned, has a deadweight of 52,163 tonnes and a crew of 24 Filipinos and was on passage from Aqabar (Jordan) to Paradip (India) when it was attacked. There is no information concerning the condition of the crew. EUNAVFOR is monitoring the situation.
Mombasa
At midday on 20 December, the MV ORNA was pirated in the Indian Ocean, approximately 400 nautical miles North East of the Seychelles.
The attack was launched from 2 attack skiffs, with pirates firing small arms and rocket propelled grenades at the merchant vessel. The vessel was stopped and boarded by at least 4 pirates. The crew is co-operating and no damage is reported.
The MV ORNA is a Panama flagged, UAE owned bulk cargo vessel with a dead weight of 27 915 tonnes. The number of crew onboard is unknown; MV ORNA was not registered with MSCHOA or UKMTO.
08.01.2011: 0352 UTC: Posn: 15:46.8N – 055:42.8E, around 115nm SE of Salalah, Oman(Off Somalia).
Pirates in four skiffs chased a bulk carrier underway. Master enforced evasive manoeuvres and increased speed. Pirate skiffs chased the vessel for two hours before aborting.
Mogadischu
Was die Shabab-Miliz unter Gerechtigkeit versteht
Ein jugendliches Opfer legt Zeugnis ab über die Schreckensherrschaft der islamistischen Terrorbande in Somalia
In ihrem Kampf gegen die Regierung in Somalia terrorisiert die extremistische Shabab-Miliz weite Teile des Landes. In Mogadiscio setzt sie aus religiösem Wahn und zu propagandistischen Zwecken eine grausame Form der Scharia-Gesetze durch.
Markus M. Haefliger, Nairobi
Nach einer guten Weile des Gesprächs mit Ismael Khalif Abdulle fällt es dem Teilnehmenden wie Schuppen von den Augen, weshalb ein von Fanatismus irregeleitetes Hirn den jungen Somalier hassen konnte. Jeder andere in seiner Lage würde eingeschüchtert am Tisch sitzen. Aber Ismael macht Faxen und streut Bemerkungen in seine Antworten ein wie: «Dein Hund hat mich gern.» Er lässt den Blick auf den Gesichtern seiner Gesprächspartner liegen. Wenn sie die Aufmerksamkeit erwidern, löst sich seine Verlegenheit in einem breiten Lachen auf. Später, im Auto, summt er die «Basement Tapes» von Bob Dylan mit, eine CD, die er noch nie gehört hat, und trifft die Melodie von «Please Mrs. Henry» nach wenigen Strophen.
Ein aufgeweckter Jugendlicher
Dank seinem Witz eroberte Ismael im Frühjahr 2009 als 16-Jähriger, als er noch kein Krüppel war, die Herzen der Mädchen. In Daynile, einem nordwestlich der Altstadt gelegenen Quartier Mogadiscios, in dem die extremistische Shabab-Miliz immer mehr an Einfluss gewonnen hatte, spielte er abends, wenn die Sonne tief stand, auf einem steinigen Platz Fussball. Er war Stürmer einer von Dahabshil, einer somalischen Geldtransfer-Firma, gesponserten Jugendmannschaft und trug die Nummer neun auf dem blauen Leibchen. Am liebsten lauerte er im gegnerischen Strafraum auf einen Steilpass. «Dann stand es fifty fifty – der Torhüter oder ich», sagt er in gebrochenem Englisch, sich für einmal der Übersetzungshilfe seines Freundes und Betreuers entledigend, eines in Kenya lebenden gebildeten Somaliers.
Man kann sich vorstellen, wie Ismael seinen Schulkameraden kundtat, was er von den Shabab-Milizionären hielt: dass sie Lügner seien und den Koran nicht kennten. Wenn ihn Kameraden zu Treffen der Shabab mitnehmen wollten, wich er nicht aus. «Ich sagte ihnen ins Gesicht, dass sie einen Fehler machen, dass die Shabab keine Zukunft hat», erzählt Ismael. «Ich dachte, ich könne meinen Freunden vertrauen.» Er selber hatte in seinem jungen Leben die 114 Suren des Korans schon viermal auswendig gelernt. Ausserdem beherrschte er das Zehnfingersystem und kannte sich mit Computern aus. Er war auf Facebook und zeigte anderen, wie man sich dort eintrug.
Von den Freunden verraten
Am 1. Juni 2009, einem Montag, lauerte ihm um fünf Uhr nachmittags eine Gruppe von Burschen vor der Musab-Bin-Umair-Schule auf. Ismael wusste sofort, dass sie Mitglieder der Shabab («die Jugend») waren, einer extremistischen Gruppe, die sich zum Terrornetzwerk al-Kaida bekennt. «Man kennt sie», sagt Ismael, «sie leben in unserer Nachbarschaft.» Mit einem späteren Shabab-Anführer, al-Alidhere, war er auf du und du gewesen, als dieser auf dem Bakara-Markt Honig verkaufte. «Jetzt besitzt er teure Autos.» Ismaels Entführer zwangen ihn auf den Hintersitz eines Wagens und fuhren zum ehemaligen Wohnhaus eines Warlords, das die Shabab besetzt hatte. Sie sperrten ihn in eine Kammer.
Weshalb er gekidnappt worden war, erfuhr Ismael nie. Er wurde kein einziges Mal verhört, weder während der 25-tägigen Gefangenschaft noch im sogenannten Gerichtsverfahren. Seine Mutter, Habiba Hirsi Yusuf, die in Hargeisa im Norden lebte, eilte herbei. Die Familie versuchte alles, um Ismael freizubekommen. Einmal bat die Mutter um eine Audienz bei Alidhere, dem Shabab-Anführer. Sie gab an, Ismael sei verrückt, ein medizinischer Fall, deshalb sage er viele unvernünftige Dinge. «Niemand hörte ihr zu», sagt Ismael. Er erinnert sich, dass Abdi Hakim, ein anderer Shabab-Anführer, die Familie gefragt hatte, ob er während der Abwesenheit der Mutter ihr Haus für seine Hochzeit ausleihen dürfe. Die Mutter hatte abgelehnt. Vielleicht sei er deshalb verfolgt worden, denkt Ismael.
Zusammen mit ihm waren sechs weitere Gefangene in dem Raum untergebracht, in dem die Shabab das Fenster zugemauert hatte. Es war stockdunkel. Ein älterer Mann wurde seit neun Monaten in dem Raum festgehalten. Später erfuhr Ismael, dass seine Cousins Mahlzeiten gebracht hatten, doch sie waren ihm vorenthalten worden. Alle zwei Tage wurde eine Schüssel mit gekochten Bohnen verteilt. Die Gefangenen waren um die Fussgelenke gefesselt, wie in Guantánamo, und schliefen auf engstem Raum auf einem Boden von Tonziegeln. Wer eine Notdurft verrichten musste, klopfte an die Türe, dann brachte ein Bewacher den Gefangenen wortlos zur Toilette. Wasser aus einem Plastic-Kanister, auch zum Trinken, gab es nur dort. Wenn er das Rad der Zeit zurückdrehen könnte, würde er einen grossen Bogen um die Shabab machen, sagt Ismael. «Noch besser, ich würde mit meiner Mutter nach Hargeisa gehen.» Doch vor zwei Jahren wollte er seine Schule nicht verlassen.
Mehr als drei Wochen nach der Entführung wurden sechs der Gefangenen – Ismael und alle Mitgefangenen mit Ausnahme des alten Mannes – in einem Toyota mit doppelter Kabine und einer Ladefläche, auf der bewaffnete Milizionäre Platz nahmen, zum Maslah-Camp gefahren, einer Militäranlage aus der Zeit der Diktatur Siad Barres. Dahinter folgten vier bewaffnete Geländewagen. Um nicht von Regierungssoldaten entdeckt zu werden, fuhr der Konvoi auf staubigen Nebenstrassen durch die Quartiere. Als er auf den Exerzierplatz des Maslah-Camps einbog, blickte Ismael in Hunderte von Gesichtern. Einige Neugierige hockten auf Akazien, an denen Lautsprecher befestigt waren.
Auf einer Rampe sassen die Granden der Shabab von Mogadiscio, allen voran Mohamed Khalaf, in der Hauptstadt besser bekannt als Fuad Shongole, ein Mittdreissiger mit schwedischem Pass. Der Vater des Fanatikers, der auf internationalen Fahndungslisten steht, war zu besseren Zeiten ein bekannter Fussballer gewesen. Er hatte den Sohn nach Schweden geschickt, damit er eine gute Ausbildung erhalte. Später leitete Mohamed in Stockholm eine Moschee. Nachdem er 1999 nach Pakistan gereist war, wurde er von der schwedischen Polizei verhört. Er entzog sich der Beobachtung, indem er nach Somalia zurückkehrte.
«Spione und Diebe»
Der Vater, der Fussballer, lebt in Jowhar, 100 Kilometer nördlich von Mogadiscio, und kam kürzlich in einem Bericht des somalischsprachigen Dienstes des britischen Auslandradios über ein Fussballturnier in der pundtländischen Hauptstadt Garowe, ausserhalb der Einflusssphäre der Shabab, zu Wort. Der Reporter befragte ihn nicht zum Verhältnis zu seinem Sohn, der den Fussballsport als Ausgeburt westlicher Dekadenz verbieten lässt. Aber aufmerksame Somalier sprachen hinter vorgehaltener Hand über den Vater, den Sohn und den Fussball. Auch Ismael. «Wieso ich?», fragt er. «Was hat Shongole gegen mich? Wieso knöpft er sich nicht zuerst seinen Vater vor, der raucht, trinkt und Fussball spielt?» Solche zornige Eingebungen entfahren ihm öfters. Während des Gesprächs in der kenyanischen Hauptstadt Nairobi trägt er eine beige Windjacke über einem weissen T-Shirt. Über den Lippen wächst ein Flaumbart. Während der Gesprächspausen sieht er Kindheitsfotos an, die sein Betreuer mitgebracht hat und auf denen sein Körper ganz ist und die Gebäude Mogadiscios weiss in der Sonne leuchten.
An dem heissen Vormittag im Maslah-Camp übergab Shongole das Wort Dahir Gamey, einem berüchtigten Richter, den sie in Mogadiscio «den Krüppel» nennen. «Er humpelt, so wie ich», sagt Ismael. Die Verhandlung dauert 20 Minuten und besteht darin, dass Gamey Koranverse zitiert. Dann verkündet er, dies sei ein grosser Tag für den Islam, Spione und Diebe seien entdeckt und gefasst worden und würden nun bestraft. Jemand legt einige Mobiltelefone auf ein Tuch, die angeblich beschlagnahmte Diebesbeute der Angeklagten. Von diesen wird nicht einmal ein Geständnis gefordert. Das Urteil lautet auf Amputation der rechten Hand und des linken Fusses.
Ein Raunen geht durch die Menge, die danach verstummt und auch die Gebete nicht mitspricht. Ismael erinnert sich nur an wenige Einzelheiten. Arabey, einer der Klassenkameraden, die ihn verraten hatten, ging dem Richter zur Hand. Er verbarg sein Gesicht, aber Ismael erkannte ihn an der Stimme. Ismaels Familie sass im Publikum. Einige Zuschauer erbrachen sich. Eine Frau hatte eine Fehlgeburt. Es war heiss, zu heiss auch für den Vollzug des Urteils. Der Richter ordnete eine Verschiebung an.
Drei Tage später fand sich noch mehr Publikum auf dem Exerzierplatz ein. Ismael fühlte sich schwach. Er hatte seit dem Urteil nicht mehr geschlafen und seit 36 Stunden nichts mehr zu essen bekommen. Er und Ali, ein Mitangeklagter, hatten in ihrer Kammer darüber gesprochen, ob sie den Schmerz überleben würden. Nun musste Ismael als erster unters Messer. Sechs Männer, die in grüne Overalls gekleidet waren, legten ihn auf einen Tisch, einer drehte seinen Kopf zur linken Seite und setzte sich darauf, zwei Männer sassen auf den Beinen, einer auf der Brust. Unter dem Schlachtmesser
Ismael wollte stark sein und rief dem Urteilsvollstrecker zu, er solle sich beeilen. Der Mann zog ein Langmesser, wie es zur Schlachtung von Kamelen verwendet wird, aus einer Scheide aus Karton. Zwei Helfer zogen an seinem Arm, dann trennte der Vollstrecker die rechte Hand mit einem Schnitt ab. Ismael verlor das Bewusstsein. Als er aufwachte, spürte er einen Schmerz wie bei einem elektrischen Schlag, aber tausendmal stärker. Seine amputierten Gliedmassen wurden bandagiert und zuckten wild von der Auflehnung des Körpers. Er fiel immer wieder in Ohnmacht. Er erinnert sich, dass ihn der Kot eines Vogels auf das Gesicht traf.
Die Rückfahrt ins Gefängnis über holprige Strassen sei die längste Fahrt seines Lebens gewesen, sagt Ismael. Er lag auf dem Rücken, zog das linke Bein mit dem linken Unterarm zum Bauch und streckte den rechten Arm instinktiv in die Höhe, um weniger Blut zu verlieren. Niemand versorgte die Amputierten mit Schmerztabletten. Später erfuhr er, dass zur gleichen Zeit Shabab-Milizionäre die abgetrennten Gliedmassen auf Pfosten befestigten und ausstellten. Dabei geriet eine Shabab-Gruppe ins Fadenkreuz von Soldaten der Eingreiftruppe der Afrikanischen Union (Amisom), welche die Regierung unterstützt. Es kam zu einem Feuergefecht, bei dem die beteiligten Shabab-Milizionäre getötet wurden. «Die Amisom stand mir an diesem Tag bei», sagt Ismael. «Sünden getilgt»
Sein Leidensweg war nicht zu Ende, sondern nahm eine groteske Wendung. Fünfzehn Tage nach den Amputationen besuchte Shongole, der Schwede, die Gefangenen. Er bemängelte, dass die Füsse unterhalb des Knöchels abgeschnitten worden seien, statt oberhalb, wie es die Scharia verlange, und ordnete eine zweite Amputation an. Diesmal benutzten Shongoles Schergen eine Säge. Die sechs Opfer schrien, der letzte, der drankam, Abdulkadir, am lautesten. «Wieso bringt ihr mich nicht um, statt mich stückchenweise zu zerschneiden?», rief Ismael. Drei Monate später erschien der Richter Gamey im Shabab-Gefängnis. Ihre Sünden seien getilgt, erklärte er den Gefangenen und bot ihnen an, sie könnten Gotteskrieger werden.
Ismael und drei in der Zelle übrig gebliebene Kameraden spielten mit, aus Furcht, erneut amputiert zu werden. Nun erhielten sie plötzlich Schmerztabletten und reichlich zu essen. Später erfuhr Ismael, dass sie für ein Selbstmordattentat auf das Quartier der burundischen Amisom-Soldaten vorgesehen waren. Die vier Männer durften ein Mobiltelefon benutzen und Besuch von Familienmitgliedern bekommen. Die Mutter steckte ihm eine Zehn-Dollar-Note zu. Nie nach Afrika zurück
Als die Strassenkämpfe häufiger wurden, zog die Shabab alle Bewacher bis auf einen zum Kampfeinsatz ab. Den letzten Wächter schickte Ismael an einem Spätnachmittag los, damit er ihm eine Telefonkarte besorge. Nach einem vorgefassten Plan rief er seinen Cousin an, der in einem Taxi herbeigeeilt kam. Die Shabab-Opfer humpelten zum Auto. Ismael verlangte, dass sie ins Büro des Roten Halbmonds an der Sobe Street gefahren werden. Das war eine Notlüge, damit der Chauffeur seinen Dienst nicht verweigern konnte. Tatsächlich stiegen die Fliehenden beim danebenliegenden Wohnhaus des Justizministers, Abdikarim Ahmed Ali, aus. Dieser brachte sie in Sicherheit.
Die Shabab-Anführer kochten vor Wut. Sie setzten ein Kopfgeld auf Ismael und die anderen aus. Der Taxifahrer kam durch eine Kugel ums Leben, eine Granate flog in den Garten des Justizministers. Ismael musste sich verstecken. Mit seiner ehemaligen Freundin, Halima, nahm er zu ihrem Schutz nie mehr Kontakt auf. Einige Monate später organisierten Freunde in Nairobi seine Flucht im Flugzeug. Auch dort durfte niemand seinen Aufenthaltsort kennen. Über das Flüchtlingshilfswerk der Uno erhielt er Asylrecht in einem skandinavischen Land. «Ich werde nie nach Afrika zurückkehren», sagt er. In der ersten Januarwoche stieg er ins Flugzeug für die grosse Reise. Es gehe ihm gut, schreibt er in einer E-Mail.
EU NAVFOR PIZ Marine Tagesschau AFP Reuters dpa Bundeswehr
09.01.2011: 0400 UTC: Posn: 17:42N – 057:17E, around 152nm ENE of Salalah, Oman,(Off Somalia).
Armed pirates in skiffs fired upon and boarded a dhow underway. They took hostage 14 crewmembers and hijacked the vessel.
During the morning of 25 December, the Taiwanese owned fishing vessel FV Shiuh Fu No 1 reported being under pirate attack, approximately 120 nautical miles off the North-East tip of the island of Madagascar in the Indian Ocean.
No further communication with the vessel has been possible since the attack but strong indications are that FV Shiuh Fu No 1 has been pirated.
The vessel, which has a crew of 26 consisting of Taiwanese, Chinese and Vietnamese nationals, was operating off the North-East corner of the island when it reported being chased by a skiff. Communications were then lost. The conditions of the crew or the vessel are not known.
Salalah
The Mozambican flagged Fishing Vessel VEGA 5, which was previously reported missing by her owner, is now confirmed as being pirated in the waters between Mozambique and Madagascar.
On 31 December, the vessel was spotted near the Mozambique coast, approximately 200 nautical miles South West of the Comoros Islands, heading north. The vessel was towing what looked to be a pirate attack skiff and did not respond to any calls. There has been no further communication with the vessel.
The FV VEGA 5 has a displacement of 140 tonnes and a length of 24 meters. The nationalities of the 14 crew members are unknown. EUNAVFOR Somalia – Operation ATALANTA’s main tasks are to escort merchant vessels carrying humanitarian aid of the World Food Programme (WFP) and vessels of African Union Mission in Somalia, AMISOM and to protect vulnerable vessels in the Gulf of Aden and Indian Ocean and to deter and disrupt piracy. EU NAVFOR also monitors fishing activity off the coast of Somalia.
03.11.2011: Eigner: Entreposto Frigorifico de Pesca de Mocambique
On the morning of 15 January, the MV SAMHO JEWELRY was pirated approximately 350 nautical miles South East of the port of Muscat, Oman.
The 19,609-tonne Product tanker is Maltese flagged and Norwegian owned. No further details of the attack are known at this stage. MV SAMHO JEWELRY has a crew of 21 (Myanmar, Korean and Indonesian) and is carrying chemicals. MV SAMHO JEWELRY was not registered with MSC(HOA) and had not reported to UKMTO.
There are now 29 vessels and 693 hostages being held by pirates off the coast of Somalia. A list of MV SAMHO JEWELRY and other pirated vessels can be found here .
Boosaaso
Boosaaso ist die Hauptstadt Puntlands.
10.01.2011: 2241 UTC: Posn: 14:31N – 042:29E, 31nm NE of Al Hudaydah, Yemen, Southern Red Sea.
Armed pirates in a skiff chased and fired upon a bulk carrier underway. Master increased speed, took evasive manoeuvres and managed to evade the attempted boarding.
Eyl
Hobyo
Hobyo.
Bekanntes "Piratennest" an der somalischen Küste.
06.01.2011: 0700 UTC: Posn: 21:10.4N – 063:17.4E, around 205 nm ESE of Ras Al Hadd, Oman (Off Somalia).
Five armed pirates in a skiff fired upon a LPG carrier underway. An RPG fired by the pirates made a hole in the accommodation block. The master increased speed, took evasive manoeuvres and managed to evade the attempted boarding. All crew safe.
11.01.2011: 1315 UTC: Posn: 14:00.7N – 067:24.3E, around 380 nm west of Mormugao, India. (Off Somalia).
Seven pirates armed with rifles chased and attempted to board a tanker underway. Master increased speed and carried out evasive manoeuvres. After chasing for about 30 minutes, the pirates aborted the attempt. Vessel and crew safe.
06.01.2011: 0815 UTC: Posn: 21:04N – 063:21E, around 220 nm ESE of Al Hadd, Oman (Off Somalia).
Five armed pirates in a skiff fired upon a bulk carrier underway and attempted to board the vessel. The master increased speed, took evasive manoeuvres and managed to evade the attempted boarding.
03.01.2011: 1503 UTC: Posn: 19:35N – 065:13E around 430nm west of Mumbai, India (Off Somalia).
Two skiffs chased a tanker underway and opened fire with automatic weapons. The tanker enforced anti piracy measures and succeeded in evading the boarding.
Bombay ( Mumbai )
During the night of the 22 December, the MV THOR NAUTILUS defeated a pirate attack thanks to the use of BMP (Best Management Practices), proving once again the efficiency of self-protection measures in this high risk area.
The Thai flagged cargo ship was attacked by one skiff, approximately 900 nautical miles North East of the Somali coastal village of Eyl. The vessel was fired upon with machine guns and a boarding was attempted, but failed. The pirates were unable to get through the razor wire which was fitted to sides of the ship. This is an important BMP measure. The pirates eventually gave up the boarding attempts and the vessel is now reported to be safe.
The MV THOR NAUTILUS is a General Cargo ship with a deadweight of 20 000 tonnes and a length of 181 meters.
Djibouti- Stützpunkt des Marinefliegergeschwaders 3, Graf Zeppelin.
27.12.2010: 1200 UTC: Posn: 15:17.4N – 056:22.8E, around 160nm SE of Salalah, Oman (Off Somalia).
Skiffs launched from a previously hijacked vessel chased an LPG tanker. The tanker enforced anti piracy measures and requested assistance from a warship. Upon arrival of a naval helicopter, the skiff aborted the attack and returned to the mother vessel. Pirates on the mother vessel warned the helicopter via VHF, to move away or they would kill the ship’s crew. Vessel and crew safe.
24.12.2010: 1528 UTC: Posn: 18:51.2S – 039:53.5E, 115 nm SE of Macalonga point, Mozambique (Off Somalia)
A mother vessel was spotted on radar at a range of 14nm approaching a tanker. At a distance of approximately 7.9nm the mother vessel was seen launching a skiff. Tanker raised alarm, activated SSAS alarm, broadcast distress message, increased speed, activated water jets and all crew, except bridge and engine team mustered in the citadel. The skiff with approximately six armed pirates approached and chased the tanker for around 50 minutes before aborting and returning to the mother vessel.
25.12.2010: 0830 UTC: Posn: 19:04.8S – 038:42.0E: around 185 nm of Beira, Mozambique (Off Somalia).
Eight pirates in a skiff chased and fired upon a bulk carrier underway. Due to evasive manoeuvres and effective anti piracy measures the hijack was evaded.
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