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Kassel vor der Bombennacht: Bergpark Wilhelmshöhe

Die Vorbereitungen dafür, dass der Bergpark zum Weltkulturerbe erklärt wird, laufen auf Hochtouren. Noch in diesem Jahr wird der Antrag abgegeben. Wie schön und einmalig die Anlage mit den Wasserkünsten und dem Herkules als Krönung ist, wollen wir deutlich machen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage von Fliegerbomben beschädigt und das Schloss nach dem Krieg wieder hergerichtet. Anders als in weiten Teilen der Stadt - die heute geprägt sind durch die Architektur der 50er Jahre. Der mittelalterliche Fachwerkkern, die hugenottischen Stadterweiterungen des Barock und die bürgerlichen Bauten des 19. Jahrhunderts - sie alle wurden in der verheerenden Bombennacht am 22. Oktober 1943 größtenteils zerstört.

Im Bergpark wurden neben dem Schloss viele kleinere Bauwerke in der Bombennacht beschädigt, so wie der Merkur-Temple, der seine Kuppel und die Statue verlor. Die Karte (Grundlage von 1939) zeigt historische Bilder aus der Zeit vor der Zerstörung und wurde mit freundlicher Unterstützung vom Stadtarchiv (Michael Hess) erstellt.

Punkte, an denen Bilder neu eingestellt wurden, sind blau markiert.

Haben Sie noch Bilder? Dann schicken Sie sie an online@hna.de

Herkules

Herkules

Der Herkules ist das Wahrzeichen Kassels, erbaut unter Landgraf Karl. Er besteht aus dem - ursprünglich ohne Aufsatz geplanten - Oktogon und einer aufgesetzten Pyramide mit der Herkulesstatue.

Im Jahre 1696 wurde mit den ersten Arbeiten an dem Wassersammelbecken auf der von Kassel abgewandten Seite des Habichtswaldes, dem Alten Winterkasten, begonnen. Die 8,25 Meter hohe Herkules-Figur wurde an Ort und Stelle aus Einzelteilen zusammengebaut und vernietet. Grundlage für die Konstruktion der von Jacob Anthoni vorgeformten Kupferbleche war und ist ein Eisengerüst, das in der Pyramidenspitze verankert ist. Die Verbindung von Kupfer und Eisen verträgt sich aber auf Dauer nicht und fördert die Entstehung von Schäden. Auch der spätere Versuch, das Eisen mit Blei zu ummanteln (1952), konnte die weitere Entstehung von Schäden nicht unterbinden.

1714 erhielt der aus Augsburg stammende Goldschmied Jacob Anthoni den Auftrag, die Figur aus Kupferblech anzufertigen. Er erledigte dies zwischen 1714 und 1717 im Messinghof in Bettenhausen. Auf einer Kupferkalotte verewigte sich Anthoni als Gestalter. Die Scheibe ist unter einer Haarlocke des Herkules verborgen.

Herkules (Herakles): Der griechischen Sage nach war Herakles (römisch: Herkules) ein Sohn des Göttervaters Zeus. Schon als Kleinkind war Herakles der Sage nach so stark, dass er in der Wiege zwei Schlangen gewürgt haben soll.

Aus dem HNA-Regiowiki
http://regiowiki.hna.de/Herkules


Mehr Infos über den Bergpark\nim HNA-Regiowiki

Wilhelmsh.\nAllee

Wilhelmshöher Allee

An den beiden Torwachen am Brüder-Grimm-Platz in Kassel beginnt die schnurgerade verlaufende Wilhelmshöher Allee. Im rechten Wachhaus wohnten in den Jahren 1814 bis 1821 die Brüder Grimm.

In Richtung Bad Wilhelmshöhe liegen Bahnhof Wilhelmshöhe in ihrer Verlängerung das Schloss Wilhelmshöhe und der Herkules.

In Richtung Innenstadt hat die Straße im Bereich des Brüder-Grimm-Platzes einen kleinen Knick und geht dann in die Obere Königsstraße über.

Die Wilhelmshöher Allee ist mit ihren 4560 Metern Länge eine der längsten Stadtstraßen in Deutschland.

Aus dem HNA-Regiowiki
http://regiowiki.hna.de/Wilhelmsh%C3%B6her_Allee

Pagode von Mou-lang

Ochsenallee

Kaskaden

Kaskaden - Wasserkünste

Sind künstliche Wasserfälle in europäischen Landschaftsgärten eher selten anzutreffen, gibt es deren im Bergpark Wilhelmshöhe gleich fünf. Den Ausgang nehmen die romantischen Künste im Asch als dem großen Wasserreservoire. Ihm folgen zum Bespielen der Attraktionen weitere Zwischenspeicher, die alle quer zur Hauptachse des Parks (vom Herkules zum Schloss) angelegt wurden.

Wie in der Schriftenreihe der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen nachzulesen, fiel die Anlage der Wasserkünste in die Regierungszeiten von fünf Landgrafen. So entstand zunächst jene, nicht mehr erhaltene Moritzgrotte (um 1615), dann die barocken Karlsberg-Wasserkünste (1690 bis 1718), die große Fontäne Friedrichs II. (ab 1760), die romantischen Wasserkünste (ab 1785) und seit 1823 unter Kurfürst Wilhelm II. der Neue Wasserfall, der nicht mehr in Betrieb ist.

Aus dem HNA-Regiowiki
http://regiowiki.hna.de/Kaskaden

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Lac

Fasanerie

Grabmal des Virgil

Das Grabmal des Vergil, auch Vergilsgrab, ist ein gartenarchitektonischer Bau im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel in Nordhessen.

Das Grabmal des Vergil ist eine Rekonstruktion des originalen Grabs Vergils im italienischen Neapel. Die Nachbildung steht als gartenarchitektonische Staffage im Bergpark Wilhelmshöhe zwischen Schloss Wilhelmshöhe, Aquädukt, Jussowtempel und der Pyramide des Cestius. Um 1775 wurde die Nachbildung unter Landgraf Friedrich II. errichtet. Das Grab besteht aus einem würfelförmigen Unterbau auf dem sich ein Kegelstumpf erhebt. Der heute vergitterte Innenraum ist leer.

Mit dem Grabmal des Vergils, dem Dichter der Äneis, wurde der Bezug zur römischen und griechischen Mythologie Ausdruck gegeben und zudem die Nähe zur Mythologie gesucht.

Aus dem HNA-Regiowiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Grabmal_des_Vergil_%28Kassel%29

HNA

Copyright

HNA.de
Stadtarchiv

mit freundlicher Unterstützung unserer Leser, der Grafikabteilung und Michael Hess (Stadtarchiv)

Gaststätte am Herkules

Merkur-Tempel

Der „römische“ Merkur-Tempel, der auf den Gott Merkur verweist, wurde von 1782 bis 1783 erbaut. Er ist ein offener Rundbau mit sechs Meter Durchmesser, bestehend aus acht Säulen. Sein Vorbild ist der Tempel der Venus im englischen Landschaftsgarten Stowe. Im Zweiten Weltkrieg verlor der Tempel seine Kuppel sowie die Merkurstatue.

Löwenburg

Gewächshaus

Schloss\nWilhelmshöhe

Schloss Wilhelmshöhe

Ab dem 12. Jahrhundert befand sich an dieser geschichtsträchtigen Stelle zunächst das Augustinerkloster Weißenstein, das nach der Säkularisierung unter der Herrschaft von Landgraf Philipp I. als Jagdschloss genutzt wurde.

Später ließ Landgraf Moritz in den Jahren 1606 bis 1610 ein neues Jagdschloss erbauen, bevor unter Landgraf Wilhelm IX. (später Kurfürst Wilhelm I.) in den Jahren 1786 bis 1798 nach Entwürfen des Architekten Simon Louis du Ry der Weißensteinflügel des heutigen Schlosses und nach den Entwürfen von Heinrich Christoph Jussow der Mittelteil und der Kirchflügel entstanden.

Während der Zeit des Königreichs Westfalen in den Jahren 1806 bis 1813 wurde das Schloss Napoléonshöhe genannt und diente dem König von Westphalen Jérôme Bonaparte zeitweise als Residenz, nachdem das ehemalige Landgrafenschloss 1811 abgebrannt war.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage von Fliegerbomben beschädigt und das Schloss nach dem Krieg wieder hergerichtet.

Aus dem HNA-Regiowiki
http://regiowiki.hna.de/Schloss_Wilhelmsh%C3%B6he

Teufelsbrücke

Die Teufelsbrücke ist eine im Bergpark Wilhelmshöhe stehende Bogenbrücke für Fußgänger. Das Brückengitter der Teufelsbrücke wurde 1826 von der Firma Henschel gegossen, vorher bestand es aus Holz. Die Teufelsbrücke und der Höllenteich bekamen ihren Namen aus der Unterwelt, da in der Nachbarschaft die Plutogrotte ist. Laut einer Sage soll Pluto, der Gott der Unterwelt, in dieser Grotte gesessen haben.

Zum Zeitpunkt der Wasserkünste fließt das Wasser unter der Brücke in den 10 Meter tiefer gelegenen Höllenteich, dieser wurde 1792/93 von Jussow angelegt.

Eremitage

Eremitage des Sokrates

Schlosshotel

Aquädukt

Aquädukt

Der Aquädukt ist eine Nachahmung einer römischen Wasserleitung und wurde von 1788 bis 1792 unter Jussows Leitung gebaut. Als künstlich verfallenes Bauwerk geplant und gebaut, bricht der Aquädukt nach dem vierzehnten seiner hohen Bogen jäh ab. Das ankommende Wasser fällt hier 43 Meter in die Tiefe. Dort liegen Trümmer der Wasserleitung, so als seien sie von einem ehemals intakten Bau hinabgestürzt. Der Ruinenbau war zur Zeit der Entstehung des Aquäduktes große Mode. Man hatte die Originale in Italien und Frankreich besichtigt und wollte daheim an das Römische Reich mit seiner Fortschrittlichkeit erinnern. Als Ruine wird der Bau dem romantischen Ideal von Natürlichkeit gerecht.

Aus dem HNA-Regiowiki
http://regiowiki.hna.de/Aqu%C3%A4dukt

Weitere Landkarten zu Hessen



Kassel vor der Bombennacht: Bergpark Wilhelmshöhe

von hnaonline erstellt am 26.03.2010 12:04
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Die Vorbereitungen dafür, dass der Bergpark zum Weltkulturerbe erklärt wird, laufen auf Hochtouren. Noch in diesem Jahr wird der Antrag abgegeben. Wie schön und einmalig die Anlage mit den Wasserkünsten und dem Herkules als Krönung ist, wollen wir deutlich machen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage von Fliegerbomben beschädigt und das Schloss nach dem Krieg ...   Kartenbeschreibung lesen

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