Der Bau des Schwerwasserreaktors in Arak im Westen des Landes zu Forschungszwecken wird nach Angaben des Iran voraussichtlich nicht vor 2014 abgeschlossen sein. Der Reaktor mit einer Kapazität von 40 Megawatt soll nach offizieller Darstellung für die Herstellung von Plutonium zu medizinischen Zwecken verwendet werden. Während die Reaktoranlage von der IAEA inspiziert wird, hat die Internationale Atombehörde in Arak keinen Zugang zu einer Fabrik für die Produktion von schwerem Wasser.
Qom
Die unterirdische und verbunkerte Anreicherungsanlage in Fordo zwischen Teheran und der heiligen Stadt Ghom hatte der Iran 2009 zunächst als "Rettungsstation" in der Nähe einer Militärbasis in den Bergen dargestellt. Demnach sollten Soldaten dort Schutz im Falle eines Luftangriffs finden. Später kündigte die Regierung an, ihre Produktion von 20-prozentigem Uran dorthin zu verlegen. Im Januar wurden die ersten Zentrifugen in Betrieb genommen. Die Anlage mit einer Kapazität von 3000 Zentrifugen verstößt gegen Resolutionen der Vereinten Nationen.
Natanz
In der wohl bekanntesten Anreicherungsanlage des Landes in Natans betreibt der Iran 9000 Zentrifugen der ersten Generation sowie 164 Zentrifugen der neuen Generation, die drei Mal mehr Leistung erbringen. Insgesamt ist in Natans Platz für 50.000 Zentrifugen. Die IAEA überwacht die Anlage, deren Existenz 2002 bekanntgegeben wurde.
Isfahan
In der Fabrik in Isfahan wird sogenannter Yellowcake, ein konzentriertes gelbes Pulvergemisch aus Uranverbindungen, in Urantetrafluorid und Uranhexafluorid umgewandelt. Dabei handelt es sich um radioaktive Verbindungen, die in Zentrifugen zur Urananreicherung verwendet werden. 2009 eröffnete der Iran in Isfahan eine Fabrik für die Herstellung von schwach angereicherten Kernbrennstoffen mit einer Kapazität von zehn Tonnen pro Jahr. Überdies wurde eine Anlage zur Gewinnung von 20-prozentigem Brennstoff in Betrieb genommen.
Bushehr
Das Atomkraftwerk im südlichen Buschehr hat eine Leistung von tausend Megawatt und ist seit Herbst 2011 in Betrieb. Nachdem der Bau vor der iranischen Revolution 1979 von Deutschland unterstützt wurde, hatte Russland 1995 die Arbeiten fortgesetzt und liefert auch den notwendigen Brennstoff.
Saghand
Bedeutend für die Herstellung von eigenem Brennstoff ist die Uranmine in Saghand im Zentrum des Landes. Dort sollen Schätzungen zufolge zwischen 3000 und 5000 Tonnen Uran lagern.