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Transitstrecken von und nach Berlin
Gudow/Zarrentin
Heiligensee/Stolpe
Dreilinden
Helmstedt/Marienborn
Herleshausen/Wartha
Rudolphstein/Hirschberg

Grenzübergänge im Transitverkehr nach Berlin

Mit „Transitverkehr durch die DDR“ wird im wesentlichen der Verkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin über das Gebiet der DDR bezeichnet. Das Besondere an diesem Verkehr bestand darin, dass die beteiligten Partner jeweils unterschiedliche Auffassungen über den rechtlichen Status der betroffenen Gebiete hatten, was zu vielfältigen Konflikten führte, von denen die Berliner Blockade der schwerwiegendste war.

Für den Transitverkehr mit Kraftfahrzeugen von und nach Berlin gab es zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung Ende der 80er Jahre vier festgelegte Transitstrecken.

Vom Autobahnübergang Berlin-Heiligensee/Stolpe nach Gudow/Zarrentin

Vom Autobahnübergang Kontrollpunkt Dreilinden nach
Helmstedt/Marienborn
Rudolphstein/Hirschberg und
Herleshausen/Wartha

Transitstrecken von und nach Berlin

Während der Zeit der Deutschen Teilung war die Verbindung zwischen der Bundesrepublik und Westberlin nur auf sogenannten Transitstrecken möglich.

Für den Kraftfahrzeugverkehr gab es vier Strecken über das Gebiet der DDR von Westdeutschland nach Westberlin

Die Bundesrepublik Deutschland ist der erste Staat auf deutschem Boden, welcher den Namen Deutschland im Staatsnamen trägt. Sie wurde am 23. Mai 1949 in den drei westlichen Besatzungszonen gegründet. An diesem Tag wurde das Grundgesetz als Provisorium für eine Verfassung in Kraft gesetzt. Das Grundgesetz enthielt in der Präambel „(…) Das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden“ ein „Wiedervereinigungsgebot“, das im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung verwirklicht werden konnte. Bonn wurde am 3. November 1949 zur vorläufigen Hauptstadt erklärt.

Das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik wird als soziale Marktwirtschaft bezeichnet. Das sogennante Wirtschaftswunder führte seit den 50er Jahren zu anhaltend hohen Wachstumsraten, Vollbeschäftigung und Wohlstand.

Mit der Aufhebung des alliierten Besatzungsstatuts wurde die Bundesrepublik Deutschland am 5. Mai 1955 souverän. Diese Souveränität beschränkte sich auf den Geltungsbereich des Grundgesetzes, das heißt, die Alliierten behielten ein Vorbehaltsrecht über Deutschland als Ganzes und die Viersektorenstadt Berlin ein. Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, verkündete damals: „Heute, fast zehn Jahre nach dem militärischen und politischen Zusammenbruch des Nationalsozialismus, endet für die Bundesrepublik Deutschland die Besatzungszeit.“

Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein zentralistisch regierter realsozialistischer Staat in Mitteleuropa. Er bestand von 1949 bis 1990.

Die Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erfolgte vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf Betreiben der Sowjetunion, nachdem zuvor mit Unterstützung der drei West-Alliierten auf dem Gebiet ihrer Besatzungszonen (Trizone) die Bundesrepublik Deutschland gegründet worden war.

Der Aufbau der DDR wurde maßgeblich durch die Gruppe Ulbricht bestimmt, welche die Rückendeckung Josef Stalins hatte. Im staatlichen Selbstverständnis nach 1952 wurde die DDR als erster deutscher „sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern“ charakterisiert, Wahlen dienten der Legitimation der SED, waren aber von Beginn an manipuliert. Mit der Verwaltungsreform von 1952 wurden anfänglich enthaltene föderale Elemente im Staatsaufbau aufgegeben. Der „Aufbau des Sozialismus“ nach den Vorgaben der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands als „marxistisch-leninistischer Partei der Arbeiterklasse“ wurde zunehmend autoritär und zentralistisch durchgeführt.

Die friedliche Revolution 1989/90 markierte das wirtschaftliche und politische Scheitern der DDR. Die 1990 erstmals frei gewählte Volkskammer beschloss die Wiederherstellung von ostdeutschen Ländern und den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland als einen Akt der Selbstbestimmung. Die Existenz der DDR wurde damit zum 3. Oktober 1990 mit der Deutschen Wiedervereinigung beendet.

Gudow/Zarrentin

Zarrentin am Schaalsee ist eine Stadt im Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern .

Während der deutschen Teilung war Zarrentin (gemeinsam mit Gudow auf westdeutscher Seite) ein Grenzübergangspunkt im Transitverkehr nach von und nach Berlin.

Heiligensee/Stolpe

Heiligensee ist der westlichste Ortsteil des zwölften Berliner Verwaltungsbezirks Reinickendorf.

Vom Dezember 1987 bis zur Wiedervereinigung 1990 war Heiligensee (zusammen mit Stolpe auf DDR Gebeit) Grenzübergangsstelle zum Transit in die Bundesrepublik Richtung Hamburg (Bundesautobahn 111).

Dreilinden

Dreilinden ist die Bezeichnung eines Forstes im Berliner Südwesten und einer Kolonie in Kleinmachnow.

Bekannt wurde der Kontrollpunkt Dreilinden an der Transitautobahn West-Berlin – Westdeutschland durch die DDR. Auf der östlichen Seite lag die Grenzübergangsstelle Drewitz. Da nach westlicher Auffassung keine völkerrechtlich legitimierte Grenze bestand, gab es im offiziellen westlichen Sprachgebrauch keine „Grenzkontrollstelle“ sondern nur einen Kontrollpunkt.

Helmstedt/Marienborn

Der Grenzübergang Helmstedt–Marienborn war der größte und bedeutendste Grenzübergang an der Innerdeutschen Grenze während der deutschen Teilung und bestand aus dem „Kontrollpunkt Helmstedt“ und der „Grenzübergangsstelle Marienborn“ (GÜSt).

Wegen der geografischen Nähe zu West-Berlin wurde die Hauptlast des Transitverkehrs zwischen Westdeutschland und Berlin über diesen Grenzübergang abgewickelt. Außerdem diente er dem Reiseverkehr in die DDR, nach Polen und anderen Ostblock-Staaten.

Er bestand zwischen 1945 und 1990 und regelte den Grenzverkehr auf der Autobahn 2 und den Eisenbahnverkehr zwischen der westdeutschen Kreisstadt Helmstedt und der ostdeutschen Gemeinde Marienborn.

Herleshausen/Wartha

Herleshausen ist eine Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis in Hessen. Der kleine Ort wurde bekannt als bei Herleshausen nach dem Zweiten Weltkrieg einer der Grenzübergänge in die DDR errichtet wurde.

Herleshausen wurde im Jahre 1019 erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. In dieser Urkunde wurde der Ort dem Kloster Kaufungen übereignet, unter dessen Verwaltung das Dorf bis zur Säkularisierung im Jahre 1521 verblieb. Danach kam es an die Landgrafen von Hessen-Kassel, die es als Lehen an verschiedene Herren weiter gaben.

Rudolphstein/Hirschberg

Hirschberg ist eine Kleinstadt im Süden des thüringischen Saale-Orla-Kreises, am Oberlauf der Sächsischen Saale. Sie grenzt unmittelbar an den Freistaat Bayern.

Von 1945 bis 1989 war Hirschberg Grenzort an der Grenze zwischen der BRD und der DDR (im Sperrgebiet, neben den üblichen Sperranlagen auch durch eine Mauer von Bayern getrennt) sowie ab 1966 Namensgeber des Grenzübergangs an der A9 (Rudolphstein auf der bayerischen Seite).

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Autor:

Axtyez
erstellt: 20.07.2009 13:50
zuletzt geändert: 28.07.2009 19:38
Stichwörter: Deutsche Teilung, Politik, Ddr, Westdeutschland, Transit, Politik, Grenzübergänge

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