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Erdöl am Golf von Guinea
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Golf von Guinea
Äquatorialguinea

Erdölproduzenten am Golf von Guinea

Afrika verfügt über einen großen Teil der weltweiten Erdölreserven. Große Mengen des Rohstoffs liegen zum Beispiel in den Ländern am Golf von Guina, die deshalb zunehmend das in das Blickfeld von Multis wie auch der großen Industrienationen rücken.

Besonders die USA sind an einem Ausbau ihrer Ölimporte aus der Region interessiert, um die Abhängigkeit von arabischen Importen zu verringern.

Für die afrikanischen Staaten der Region könnte der Reichtum der Energierohstoffe sowie anderer Bodenschätze einen wichtigen (wirtschaftlichen) Entwicklungsimpuls geben und einen entscheidenden Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten.

Heute herrscht in den Ländern, die noch immer zu den ärmsten der Welt zählen, eine einseitige Konzentration auf den Erdölsektor, eine extreme Korruption und Bestechungsmentalität, Missmanagement und mangelnde Transparenz, wodurch die Einnahmen aus der Erdölförderung nur einer Minderheit zugute kommen.

Verbunden ist die Erdölförderung außerdem immer wieder mit ökologischen Desastern, gewalttätigen Konflikten sowie mit schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen.

Die Fragen bleiben:

Wird sich der Ressourcenreichtum der Länder des Golf von Guinea weiterhin als ein „Fluch“ erweisen?

Wird sich die wirtschaftliche und soziale Lage in den Ländern weiterhin verschärfen und die Armut erhöhen?

Oder bergen die Rohstofferlöse eine Chance für diese Länder, die künftig für Entwicklung nutzbar gemacht werden können?

Ghana

Ghana ist eine ehemalige britische Kolonie.

Unabhängig seit: 6. März 1957
Amtssprache Englisch
Hauptstadt Accra
Staatsform Präsidialrepublik
Fläche 238.537 km²
Einwohnerzahl 23.832.495 (Hochrechnung 2009)

Der Volta-See ist der größte Binnensee des Landes und zugleich der größte vollständig künstlich angelegte Stausee der Welt. Aufgrund seiner Gebiete mit tropischem Regenwald ist eine reiche Flora und Fauna vorhanden, die auch im wirtschaftlichen Bereich zum einen durch den Tourismus, zum anderen durch Edelholzexporte von großer Bedeutung ist. Wirtschaftlich bedeutend ist Ghana aufgrund seines Rohstoffreichtums. Einer der wichtigsten Rohstoffe ist Gold, das der ehemaligen Kolonie auch den Namen „Goldküste“ gab.

Bis zur Erschließung der kalifornischen Goldfelder 1850 war die Goldküste einer der großen Goldproduzenten der Welt. Der Goldexport hat heute noch einen Anteil am Gesamtexport Ghanas von etwa 32 %.

Weitere mineralische Rohstoffe des heutigen Ghana sind Erdöl, Diamanten (größtenteils Industriediamanten), Bauxit, Mangan und Kalkstein.

Im Jahr 2005 wurden 6,65 Milliarden kWh elektrische Energie erzeugt. Der Großteil des Stromes stammt aus Wasserkraftwerken (5,57 Milliarden kWh, etwa dem Akosombo-Staudamm), der Rest aus meist ölbefeuerten Wärmekraftwerken[24].

Nigeria

Nigeria ist eine ehemalige britische Kolonie.

Unabhängig seit: 1960
Amtssprache Englisch
Hauptstadt Abuja
Staatsform Präsidiale Bundesrepublik
Fläche 923.768 km²
Einwohnerzahl 140.003.542 (2006)

Nigeria ist der weltweit sechstgrößte Ölproduzent, im Jahr 1976 lag das Land noch auf Platz sieben. Da sich die Wirtschaft inzwischen einseitig auf den Ausfuhr von Rohöl ausrichtet und die Landwirtschaft sowie die Industrie vernachlässigt wird, muss das Land mittlerweile Lebensmittel importieren.

Kamerun

Kamerun ist eine ehemalige deutsche Kolonie und war nach dem ersten Weltkrieg offizieller Besitz des Völkerbundes. Dieser teilte das Territorium als Mandatsgebiet unter Frankreich und Großbrittanien auf. Ein Teil der Bevölkerung des ehemals englischen Mandatsgebiets entschied sich nach der Unabhängigkeit in einer Abstimmung für den Anschluß an das heutige Nigeria.

Unabhängigkeit: 1. Januar 1960 Französisch Kamerun bzw. 1. Oktober 1961 Britisch Kamerun
Amtssprache Französisch, Englisch
Hauptstadt Yaoundé
Staatsform Präsidialrepublik
Fläche 475.442 km²
Einwohnerzahl 18.467.692 (2008)
Bevölkerungsdichte 35,7 Einwohner pro km²

Zu den im Land geförderten Rohstoffen gehören neben Erdöl, Aluminium, Bauxit, und Eisenerz.

Elfenbeinküste

Die Elfenbeinküsteist eine ehemalige französische Kolonie.

Unabhängigkeit seit: 7. August 1960
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Yamoussoukro
Regierungssitz Abidjan
Staatsform Präsidialrepublik
Fläche 322.461 km²
Einwohnerzahl 18,7 Mio.

Das Land wurde lange durch die Einheitspartei PDCI des Präsidenten Houphouët-Boigny regiert. Exporterlöse aus Kakao und Kaffee garantierten jahrelang einen relativen Wohlstand. Das Ende der PDCI-Herrschaft und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach dem Verfall der Kakaopreise führten zu inneren Spannungen, die in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand gipfelten, der das Land 2002 in zwei Teile zerriss. Seit dem Friedensvertrag von 2007 wird an der Versöhnung und Wiedervereinigung der Elfenbeinküste gearbeitet. Im Human Development Index ist die Elfenbeinküste auf Platz 166 von 177.

Erdöl, das vor der Küste vorkommt, ist seit 2005 das wichtigste Exportprodukt der Elfenbeinküste. Die Erdölreserven werden auf etwa 600 Millionen Barrel geschätzt, 2007 wurden jedoch nur 17,4 Millionen Barrel gefördert. Damit gehört die Elfenbeinküste nicht zu den großen afrikanischen Erdölproduzenten. Ob die relativ niedrige Fördermenge an technischen Problemen liegt oder ob die Regierung die Fördermengen fälscht, um die Einnahmen aus dem Erdölexport am Staatshaushalt vorbeischleusen zu können, ist nicht geklärt.[24]

Neben Erdöl wird auch Gas produziert, wobei sich hier die Reserven auf 23.690 Milliarden Kubikmeter belaufen dürften. 2006 wurden 53,8 Millionen MMBTU gefördert.[24]

2007 wurden 1059 kg Gold produziert.[25]

Im Jahr 2005 wurden 5,31 Milliarden kWh elektrische Energie erzeugt,[72] davon etwa 73 % aus Wärmekraftwerken, welche mit Erdgas betrieben werden. 27 % stammen aus Wasserkraft. Die Erzeugung, Übertragung, Verteilung, Abrechnung und der internationale Handel mit elektrischer Energie liegt bei der 1990 gegründeten Compagnie Ivoirienne d’électricité, welche die Konzession dazu bis zum Jahr 2020 erhalten hat.[73] Die Elfenbeinküste ist ein Exporteur von elektrischer Energie, Abnehmer sind vor allem die Nachbarländer Ghana, Mali, Burkina Faso und Togo.

Gabun

Gabun ist eine ehemalige französische Kolonie.

Unabhängig seit: 17. August 1960
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Libreville
Staatsform Präsidiale Republik
Fläche 267.667 km²
Einwohnerzahl 1.424.906 (2006)

Gabun ist einer der rohstoffreichsten Staaten Afrikas, mit erheblichen Erdölreserven vor der Küste. Dementsprechend zählen zu seinen Hauptexportgütern Rohöl und Erdölprodukte, auf die ca. 80 % seiner Exporteinnahmen entfallen. Im Landesinneren werden Mangan, Uran und Gold gefördert.

Äquatorialguinea

Äquatorialguinea ist eine ehemalige spanische Kolonie.

Unabhängig seit: 12. Oktober 1968
Amtssprache Spanisch, daneben Portugiesisch und seit 1997 Französisch als Verwaltungssprache
Hauptstadt Malabo
Staatsform Präsidialrepublik
Fläche 28.051 km²
Einwohnerzahl 501.000 (Stand März 2008)

Seit 1991 vor der Küste Biokos und vor dem Festland große Erdöl-Lagerstätten entdeckt und von internationalen Ölfirmen genutzt werden, ist die Wirtschaft rasant gewachsen. 2004 machte die Ölwirtschaft rund 90 % des Bruttoinlandsprodukts aus.

Möglich wurde diese raketenhafte Entwicklung erst durch den Abschluss neuer Förderverträge, nachdem die Verträge der ersten Generation die äquatorialguineische Seite stark benachteiligt hatten. 2007 betrug die Tagesförderung laut Angaben der CIA rund 370.000 Barrel.[9] Damit ist das Land nach Nigeria und Angola der drittgrößte Ölproduzent südlich der Sahara. Ebenfalls 2001 begann die Ausbeutung der Erdgasvorkommen des Landes. Allerdings sind die Einrichtungen der Ölgesellschaften weitgehend vom Umland abgeschirmt. Der einheimische Arbeitsmarkt und die äquatorialguineische Privatwirtschaft profitieren kaum von den Niederlassungen, da selbst die Versorgung hauptsächlich von ausländischen Firmen sichergestellt wird.
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Erdölproduzenten am Golf von Guinea

von Duke252 erstellt am 17.07.2009 19:03
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Afrika verfügt über einen großen Teil der weltweiten Erdölreserven. Große Mengen des Rohstoffs liegen zum Beispiel in den Ländern am Golf von Guina, die deshalb zunehmend das in das Blickfeld von Multis wie auch der großen Industrienationen rücken.

Besonders die USA sind an einem Ausbau ihrer Ölimporte aus der Region interessiert, um die Abhängigkeit ...   Kartenbeschreibung lesen

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